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Plötzlich verändert sich die Katze


Wenn Katzen Mütter werden

Die liebste, umgänglichste Katze kann zur Tyrannin werden sobald sie ihre Welpen zur Welt gebracht hat. Plötzlich wird alles anders und viele Katzen ändern ihr Verhalten so stark, dass man sie kaum mehr wieder erkennt. Wie bei allen Lebewesen gibt es unterschiedlich stark ausgeprägte Mutterinstinkte. Einige Katzenmütter lassen ihre Kleinen nicht mehr aus den Augen und fressen nur noch wenn es unbedingt sein muss. Selbst der Gang zur Toilette wird so weit wie möglich hinausgezögert. Ständig belecken sie ihre Jungen und alles andere wird für sie unwichtig. Hingebungsvoll opfern sie sich für ihre Jungen, manchmal bis zur totalen Erschöpfung auf.



Andere Mütter nehmen sich gern mal eine Auszeit und halten sich schon mal außerhalb der Wurfkiste auf um zu verschnaufen, zu fressen oder um mit anderen Artgenossen Kontakt zu haben. Dabei halten sie sich immer in Hörweite der Baby´s auf um schnell zur Stelle zu sein wenn die Jungen unruhig werden. Oft nehmen sie sich Helfer und teilen ihre Aufsichtspfl icht mit anderen Katzen manchmal sogar mit Hunden. Auch diese Mütter sind sehr Fürsorglich und lassen ihren Jungen genug freien Raum um sich selbstständig entwickeln zu können. Sie zeigen ein stabiles, ausgeglichenes Wesen. Hat man mehrere Würfe ist es für alle beteiligten vorteilhaft die Würfe zusammen zu lassen, denn jede Katzenmutter kümmert sich genauso liebevoll um die „fremden“ Baby´s. Gemeinsam teilen sich die Katzenmütter die Aufzucht und jede von ihnen kann sich Ruhepausen gönnen. Trennt man die Würfe wird man feststellen, dass die Mütter ihre eigenen Baby´s verlassen um nach den vermissten Jungen zu suchen. Es spricht nichts dagegen den Willen der Katzenmütter nach zu geben und sie zusammen in einer Wurfkiste zu lassen.

Manchmal zuviel des Guten

Aber es gibt auch Katzen die ihr Wesen nach der Geburt der Kleinen so radikal verändern, dass alle „Mitbewohner“ darunter leiden. Die sonst so sanftmütige Katze wird zur Furie sobald sich Mensch oder Tier auch nur annähernd bei der Wurfkiste aufhalten. Aggressiv verprügelt sie andere Katzen und verjagt sie aus dem Zimmer.



Sogar die Besitzer werden bösartig attackiert. Nicht selten sind schmerzvolle Verletzungen die Folge und Herrchen oder Frauchen müssen sich einiges einfallen lassen um an die Jungen zu kommen. Dieser ausgeprägte Mutterinstinkt lässt alle anderen Katzen misstrauisch werden und es dauert sehr lange bis diese wieder vertrauen gefasst haben und sich der Tyrannin nähern.

Alles wird wieder gut

Nach 10–12 Wochen ist der ganze Spuk vorbei und die Furie wird wieder zur friedvollen Samtpfote. Wenn man eine Katze mit einem so stark ausgeprägten Mutterinstinkt hat, sollte man sich überlegen ob diese noch ein zweites Mal Junge bekommen soll, denn die Aggressivität anderen Katzen gegenüber kann bei diesen traumatische Verhaltensprobleme hervorrufen.







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